… « zwischen »  den Zeilen und den Erdschichten … « entre » les lignes et la terre

@ University in Geneva

(d/f) Ernährungssouveränität / Souveraineté alimentaire: JA/OUI am/le 23 September/séptembre!

Wieder einmal hat das Schweizer Stimmvolk ein aussergewöhnliches Privileg: Es stimmt über eine Volksinitiative ab, eine avantgardistische. Wie ich meine.

In der Vergangenheit haben wir es mehrmals verpasst, etwas Bahnbrechendes zu realisieren. So zum Beispiel bei der Abstimmung über das Grundeinkommen, oder als wir über mehr Ferien abstimmten… Beide Male hat der Souverän dankend abgelehnt!

Warum? Es gibt wohl so viele Gründe wie Menschen. Vielleicht weil wir SchweizerInnen scheinbar zu viel Respekt vor dem Neuen, dem Ungewissen haben. Wir ziehen es vor, das Bewährte zu bewahren, und es zu konservieren. Schweizer Pragmatismus, nennen das manche.

Das Konzept der Ernährungssouveränität stammt von der Via Campesina, der internationalen Kleinbauernorganisation, die ursprünglich aus Brasilien kommt und seit 1993 existiert. Die Definition, wie sie für den Weltagrarbericht heute gilt, lautet: «Ernährungssouveränität wird als Recht von Menschen und souveränen Staaten definiert, auf demokratische Weise ihre eigene Agrar- und Ernährungspolitik zu bestimmen.» Auch die UNO interessiert sich also dafür.

Und jetzt macht die Westschweizer Bauerngewerkschaft Uniterre das Konzept dem Schweizer Stimmvolk bekannt.

Was heisst Ernährung, was Souveränität? Was Ernährungssouveränität? Fragen sich nun viele. Auch ennet dem Röstigraben. 

Ernährung ist für mich grundlegend. Ohne gute Nahrung – keine gute Gesundheit. Ohne gute Gesundheit – kein glückliches Leben. Ohne glückliches Leben – kein Überleben. Oder so.

Souveränität heisst für mich Unabhängigkeit. Entscheiden, was wir wollen, was ich will.

 

Das Privileg zur Ausübung dieser Souveränität hast du, ich, wir alle. Fast alle. Hier in der Schweiz.

 

Ernährungssouveränität vereint also Ernährung und Souveränität.

Für mich eine sinnvolle Sache! Auch für dich?

 

Hier geht’s zum Initiativtext.

 

Und en passant noch etwas Copinage:

  • Ausstellung Ernährungssouveränität

Mit Michael Huber haben wir gemeinsam diesen Sommer eine Wanderausstellung zum Thema Ernährungssouveränität aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Hier findest du die Daten, wo die Ausstellung zu sehen ist. Aktuell in der Heiliggeistkirche anlässlich der Kulinata in Bern.

  • Uniterre

2004 zählte man bei Uniterre mehr als 2000 Mitglieder, heute sind es noch knapp die Hälfte. Die Gewerkschaft kämpft um ihr finanzielles Überleben. Unterstütze sie!

  • Via Campesina

Wo alles begann. Ihr ist die weltweite Verbreitung des Konzepts der Ernährungssouveränität zu verdanken. Hier erfährst du mehr.

 

  • Und: un bonhomme incroyable: Vlad la Salade… voici une illustration de sa plume & son nouveau brin de folie!
  • Merci Prince: „On ne vote bien qu’avec le coeur – l’essentiel est invisible pour les yeux“

    Un aventure qui commence.. Bon voyage!

     

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13. September 2018 von in Allgemein, Lesen_Lire, Selbstversorgung+.

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